Zucht Anglo-Nubier

Weibchen


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Böcke


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Kitze




Wie man an ihrem Namen unschwer erkennen kann, ist die Anglo-Nubier-Ziege weitgehend in England und anderen englischsprachigen Ländern beheimatet. Seinen Ursprung hat das Tier in der aus Indien stammenden und im 19. Jahrhundert als lebender Milchversorger auf Passagierschiffen eingesetzten Jamnapari-Ziege, die mit lokalen Rassen aus Großbritannien und der ägyptischen Zaraibi-Ziege gekreuzt wurde. So entstand die Anglo-Nubier-Ziege.

Steht man zum ersten Mal vor einem dieser Tiere, so fallen einem sofort die Größe, der stark ausgeprägte Ramskopf mit den langen Hängeohren sowie die häufig arrogante Ausstrahlung ins Auge. Wenn dann noch eine außergewöhnliche Fellfarbe bei den in jeder erdenklichen Farbkombination auftauchenden Anglo-Nubiern hinzukommt, ist die Begeisterung für die eleganten, hochbeinigen Ziegen mit ihrem kurzen, glatten und glänzenden Fell oftmals sehr groß.
Das Mindestmaß für weibliche Tiere beträgt 78cm. Sie werden bis zu einem Meter groß und ihr übliches Gewicht bewegt sich im Bereich zwischen 80 und 100kg. Die meist gehörnten Böcke, bei denen auch ein längeres Fell erlaubt ist, besitzen ein Mindestmaß von 85cm. Männliche Tiere können hingegen bis zu 110cm groß und 150kg schwer werden. Generell werden bei den Anglo-Nubiern aber größer gewachsene Ziegen beiden Geschlechts bevorzugt.

Anglo-Nubier zeichnen sich durch ihre Frühreife sowie ihre gute Fruchtbarkeit aus und werfen im Durchschnitt zwei Lämmer jährlich. Zudem eignen sich diese Ziegen, die bei entsprechender Fütterung eine Milchleistung von etwa 700-800kg pro Jahr mit 4-5% Fett und 3-4% Eiweiß liefern, bestens für die Landschaftspflege. Da die Rasse einen äußerst menschenbezogenen Charakter aufweist, ist sie allerdings für die Haltung in sehr großen Beständen eher ungeeignet.